Klagenfurt im Zeichen des inklusiven Tischtennissports

Die Sieger des Tischtennisturniers posieren auf dem Treppchen, umgeben von Werbebannern und jubelnden Zuschauern.
Strahlende Gesichter, Medaillen und Pokale - die Tischtennis-Staatsmeisterschaften in Klagenfurt waren ein voller Erfolg. © Günter Langer

Ende Mai traf sich die österreichische Tischtennis-Elite mit Behinderung im Sportpark Klagenfurt. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften kämpften die Athletinnen und Athleten in den unterschiedlichsten Klassen um Medaillen, Titel und einen Platz in den Siegerlisten der heimischen Para-Tischtennis-Geschichte.

Europaweite Premiere in Kärnten

Am 30. und 31. Mai fanden die Österreichischen Tischtennis-Staatsmeisterschaften für Menschen mit Behinderung in Klagenfurt statt. Spielerinnen und Spieler aus ganz Österreich lieferten sich spannende Duelle in den Klassen des Rollstuhl-, Amputierten-, CP- und Mentalbehindertensports sowie in den offenen Bewerben. Die Titelkämpfe standen heuer ganz im Zeichen mehrerer Premieren: Erstmals wurden die Österreichischen Tischtennis-Staatsmeisterschaften für Menschen mit Behinderung vom Österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV) mit Unterstützung des ÖBSV durchgeführt. 

Gleichzeitig fanden in derselben Halle die 3. Österreichischen Meisterschaften im Tischtennis für Menschen mit Parkinson statt. Eine derartige gemeinsame Austragung nationaler Meisterschaften verschiedener Tischtennis-Disziplinen gab es in Europa bislang noch nie und sie unterstreicht die Vorreiterrolle Österreichs im inklusiven Sport.

Hochklassiger Sport

Zu den erfolgreichsten Athletinnen und Athleten des Wochenendes zählten Cornelia Astleitner-Kaiser (OÖ), Christian Scheiber (OÖ), Henrik Andersson (NÖ) und Christian Saiger (NÖ). Astleitner-Kaiser sicherte sich sowohl den Titel in der Klasse TT10 als auch im offenen Damenbewerb. Scheiber gewann die Klasse TT7 und holte zusätzlich Silber im offenen Herrenbewerb. Andersson krönte sich zum Staatsmeister der Klasse TT4–5 und gewann gemeinsam mit Oliver Teuffenbach auch den Titel im Herren-Doppel sitzend. Christian Saiger sicherte sich den Titel in der Klasse TT3 und erreichte zudem Rang zwei im offenen Bewerb der sitzenden Herren.

Bei den stehenden Herren gewann Maximilian Raidel (OÖ) erstmals den Titel in der Klasse TT6, während Gerald Hubweber (OÖ) die Klasse TT8–9 für sich entschied. Lokalmatador Noah Rainer (K) durfte sich über Gold in der Klasse TT10 freuen und stand zusätzlich als Dritter im offenen Bewerb auf dem Podest. Den offenen Herrenbewerb gewann Rene Gutdeutsch (NÖ), der gemeinsam mit Christian Scheiber auch den Staatsmeistertitel im Herren-Doppel stehend holte.

Bei den Damen gewann Sabine Meister (S) die Klasse TT6–9 und erreichte zudem Rang zwei im offenen Bewerb. Im Damen-Doppel setzte sich das Tiroler Duo Barbara Lanznaster und Gerlinde Hoffmann durch. Der Mixed-Doppel-Titel ging an Martina Penz und Robert Huber (OÖ).

Titelkämpfe im Rollstuhl- und Mentalbehindertensport

In den sitzenden Klassen sicherten sich Patrick Angelli (TT1/NÖ), Daniel Pauger (TT2/T), Christian Saiger (TT3/NÖ) und Henrik Andersson (TT4–5/NÖ) die Staatsmeistertitel. Im offenen Bewerb setzte sich der Serienstaatsmeister der Klasse TT5, Franz Desch (NÖ), bei seinem 40. Antreten erstmals durch und verwies Christian Saiger, sowie Henrik Andersson und Franz Mandl auf die Plätze.

Die Bewerbe des Mentalbehindertensports waren einmal mehr fest in oberösterreichischer Hand. Christine Hüttel (OÖ) gewann den Damen-Einzelbewerb und holte gemeinsam mit Michael Trnka auch den Titel im Mixed-Doppel. Johann Kurz (OÖ) setzte sich im Herren-Einzel durch und gewann zusammen mit Johann Wieser den Herren-Doppelbewerb. Im Damen-Doppel triumphierten Desiree Horvath und Tina Kroiss (OÖ).

Ein großer Dank gilt Oliver Teuffenbach und seinem Team vom SV St. Urban, den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern, dem Schiedsrichterteam, dem Österreichischen Tischtennisverband sowie allen Partnern und Unterstützern, die zum Gelingen dieser Staatsmeisterschaften beigetragen haben.

Die erfolgreiche Durchführung dieser europaweit einzigartigen gemeinsamen Meisterschaftsveranstaltung mit den Österreichischen Meisterschaften für Menschen mit Parkinson setzte ein starkes Zeichen für Inklusion und Zusammenarbeit im Tischtennissport.

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