Boccia: Trio beim Weltcup in Pilsen gefordert

Drei Männer bei einer Boccia-Weltmeisterschaft, einer im Rollstuhl mit weißem Hemd und Brille, ein weiterer mit orange-schwarzer Jacke, der dritte mit weißem T-Shirt mit Aufdruck 'AUSTRIA' und Nummer 2314 hält einen roten Gegenstand hoch
Österreichs Nachwuchshoffnung Christian Schimpl gab in Pilsen sein Weltcup-Debüt © Pilsen 2026 World Boccia Challenger

Österreichs BC3-Trio Michael Kiefler, Steffi Proßegger und Christian Schimpl ist derzeit beim Pilsen 2026 World Boccia Challenger in Tschechien im Einsatz. In den Einzelbewerben lief es für das österreichische Team allerdings nicht nach Wunsch. Der Fokus liegt nun auf den Pair-Bewerben.

Von 7. bis 15. September steht das tschechische Pilsen ganz im Zeichen des Para-Boccia. Beim Pilsen 2026 World Boccia Challenger treffen 80 Athletinnen und Athleten aus 22 Nationen aufeinander. Erstmals findet damit ein World Boccia Challenger in Tschechien statt. Neben internationalen Spitzenplatzierungen geht es für die Sportlerinnen und Sportler auch um wichtige Weltranglistenpunkte auf dem Weg zu den Paralympics 2028 in Los Angeles.

Österreich ist mit drei Athleten vertreten. Zum Erfolgsduo Michael Kiefler und Steffi Proßegger, das bereits beim Challenger in Poznań gemeinsam am Start war, gesellt sich diesmal Nachwuchshoffnung Christian Schimpl.

Endstation Gruppenphase

In den Einzelbewerben verpassten alle drei Österreicherinnen und Österreicher den Einzug in die Finalrunde. Michael Kiefler belegte nach einem Sieg und zwei Niederlagen den dritten Platz in seiner Gruppe. Christian Schimpl blieb bei seinem internationalen Debüt in allen drei Spielen sieglos. Steffi Proßegger, die in Poznań nur knapp den Einzug ins Finale verpasst hatte, kam ebenfalls nicht über die Gruppenphase hinaus.

„Leider waren die Einzelspiele für unser österreichisches Team dieses Mal nicht erfolgreich“, bilanziert ÖBSV-Boccia-Koordinatorin Danila Innerlohinger. Für Schimpl sei das Turnier trotz des sportlichen Ergebnisses eine wichtige Erfahrung gewesen: „Für ihn war es aber auf jeden Fall eine wichtige erste internationale Erfahrung.“

Auch bei Proßegger spielte das Lospech eine Rolle. Sie musste in einem Fünfer-Pool antreten, aus dem lediglich die beiden Bestplatzierten weiterkommen. Ein letztes Einzelspiel steht für sie noch aus.

Junge Frau mit Brille und Augenklappe mit Aufschrift 'I ♥ BOCCIA' sitzt in einem Rollstuhl und trägt ein weißes Sporttrikot
Steffi Proßegger in Pilsen © Pilsen 2026 World Boccia Challenger
Zwei Männer in elektrischen Rollstühlen in einer Halle mit Flaggen im Hintergrund und einer Person, die an einem technischen Gerät arbeitet
Michael Kiefler in Pilsen © Pilsen 2026 World Boccia Challenger

Nächster Halt: Pairs-Bewerb

Positives gibt es dennoch abseits der Ergebnisse zu berichten. Mit David Nussbaumer ist ein neuer internationaler Trainer mit dem Team in Pilsen dabei. Er begleitet Kiefler und Proßegger bereits seit rund einem Jahr im Training in Wien und unterstützt das Duo nun auch bei den internationalen Turnieren.

Gleichzeitig sieht Innerlohinger die Entwicklung des Sports als Herausforderung für das gesamte österreichische Team: „Man merkt deutlich, dass sich das Niveau im Boccia nicht nur national, sondern vor allem auch international ständig weiterentwickelt und steigt.“ Für das Trainerteam bedeute das, intensiv daran zu arbeiten, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und die Athlet:innen entsprechend weiterzuentwickeln.

Nun richtet sich der Blick auf die Pair-Bewerbe. Dort gehen Michael Kiefler und Steffi Proßegger gemeinsam an den Start. Nach dem starken zweiten Platz in Poznań hoffen die beiden, auch in Pilsen wieder ihr Können unter Beweis stellen zu können.

„Wir hoffen natürlich, dass sie auch hier wieder zeigen können, was in ihnen steckt“, sagt Innerlohinger mit Blick auf die kommenden Bewerbe.

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